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Dienstag. 15. Januar 2008

Dieter Althaus bereist den Landkreis



Eichsfeld. (tlz) "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen ...". Das alte Sprichwort trifft in etwas abgewandelter Form auch auf Thüringens Ministerpräsidenten Dieter Althaus zu. Auf seiner gestrigen Rundreise durch seinen Heimatlandkreis Eichsfeld hatte das Oberhaupt des Freistaates einiges zu erzählen, vielmehr nutzten aber die Vertreter verschiedenster Bereiche die Chance, dem Ministerpräsidenten bei seinem Besuch zu berichten - Probleme und Sorgen, Wünsche und Hoffnungen standen dabei in vielfältiger Weise einen Tag lang im Mittelpunkt.

Aufgebaut auf vier Grundpfeiler des allgemeinen und politischen Interesses, stellte sich Althaus dem umfangreichen Tagesprogramm. Sozialwesen, Wirtschaft, Bildung und Kommunalpolitik bildeten den roten Faden seiner Rundreise. Dabei sah sich der Heiligenstädter vor allem im letzten Punkt, der im Leinefelder Rathaus "Wasserturm" auch den Abschluss darstellte, vielen Fragen der Städtebürgermeister und den Chefs der Verwaltungsgemeinschaften gegenüber. Denn der mit Spannung erwartete Vortrag des Ministerpräsidenten über die Landgemeinden stieß nicht bei allen Kommunalpolitikern auf Zustimmung, wurde teilweise kontrovers, gelegentlich abschweifend diskutiert - hier stand allerdings mehr der derzeitige Lösungsansatz als der Inhalt, der überwiegend Zustimmung fand, im Focus...

 

... Bestehend aus einem oder mehreren Ortsteilen stellt die Landgemeinde die unterste Form der kommunalen Gliederung dar, wobei jene Ortsteile ehemals selbstständige Dörfer sind. Angedacht ist, dass Gemeinde und Landgemeinde parallel zueinander, aber jeweils mit einer Mindesteinwohnerzahl von 3000, im Übergang existieren...

... Bereits am Vormittag hatte sich der Ministerpräsident in Heiligenstadt über die Sozialarbeit und die Wirtschaft im Kreis informiert, bei guten Gesprächen ein durchaus positives Fazit gezogen. Aufgekommen war hier die immer wieder geführte Diskussion um den Fachkräftemangel im Kreis, für die Hubert Biehler, Geschäftsführer der Firma Technik in Form, einen Lösungsansatz bereithielt.Die Einstellung junger Mädchen in technischen Berufen, so Biehler, solle wieder in der Focus rücken. Meistens sei es so, dass gerade im Eichsfeld oft männliche Jugendliche für diese Berufsfelder gesucht würden.

 

Im Landratsamt in Heiligenstadt erhielt Althaus Informationen über die Arbeit des Grundsicherungsamtes. Am Nachmittag informierten Vertreter des Jugendamtes, Landrat Henning und der Worbiser Regelschulleiter Lutz Thieme im Dingelstädter Gymnasium über Schuljugend- und Sozialarbeit sowie deren Umsetzung, die Kommunalisierung der Horte (Erprobungsmodell des Landes) und die Studienfähigkeit der Eichsfelder Jugendlichen nach erfolgreichem Schulabschluss.


Von: TLZ/Fabian Klaus - gekürzt